Wir fordern: 5 Prozent mehr bei Entgelten und Vergütungen

Am 31. Mai begegnet die Tarifkommission Chemie des Tarifbezirks Rheinland-Pfalz erstmals in der Verhandlungsrunde 2016 dem Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz (AGV). Am 7. Juni trifft dann die Tarifkommission des Tarifbezirks Saarland auf den Saarländischen Arbeitgeberverband Chemie (SAVC). Die Forderungen, mit denen sie in die Verhandlungen gehen, haben die beiden Tarifkommissionen am 12. Mai bei einer gemeinsamen Sitzung in Bad Dürkheim einstimmig beschlossen. Die Verhandlung für Rheinland-Pfalz wird in Frankenthal stattfinden, die für das Saarland in Saarbrücken.

Hier der Wortlaut des gemeinsamen Beschlusses beider Kommissionen:

„Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen sollen um 5 % erhöht werden, die Laufzeit soll sich an 12 Monaten orientieren
sowie
der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ weiter geführt und ausgebaut werden.“

Diese Forderungen sind gut begründet. Sie passen zur wirtschaftlichen Lage. Die Wirtschaft wächst solide. Die Unternehmen sind in zunehmendem Maße international wettbewerbsfähig. Rohstoffe bleiben auf absehbare Zeit billig und der Euro bleibt – vor allem gegenüber dem Dollar – schwach. Doch weiterhin wird zu wenig in den Nachwuchs investiert. Ausbildung und Berufseinstieg bleiben wichtige Säulen für die Nachwuchssicherung und die Bewältigung des demografischen Wandels.

Nachdem die Kommissionen die Forderungen beschlossen hatten, sagte Landesbezirksleiter Francesco Grioli:

„Wir gehen mit einer klaren und begründeten Forderung in die Tarifrunde. Die Konjunktur läuft. Die Unternehmen verdienen prächtig. Wir verlangen unseren fairen Anteil am Erfolg. Doch 5 Prozent höhere Entgelte und Ausbildungsvergütungen sind kein Selbstgänger. Wir werden hart verhandeln müssen. Den erfolgreichen Tarifvertrag “Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ wollen wir fortführen und ausbauen. Nicht wenige unserer jungen Mitglieder verdanken ihm ihren Ausbildungs- und Arbeitsplatz, nicht wenige Betriebe ihre jungen Fachkräfte. Ohne tarifliche Verpflichtung würden noch weniger Betriebe genug zur Nachwuchsförderung tun.“

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