{"id":100,"date":"2015-03-13T12:04:18","date_gmt":"2015-03-13T11:04:18","guid":{"rendered":"http:\/\/wvps83-169-12-21.dedicated.hosteurope.de\/igbce\/?p=100"},"modified":"2015-03-13T12:04:18","modified_gmt":"2015-03-13T11:04:18","slug":"arbeitgeberangebot-eine-provokation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2020.igbce-ingelheim.de\/?p=100","title":{"rendered":"Arbeitgeberangebot eine Provokation"},"content":{"rendered":"<p>Die Chemie-Tarifverhandlungen blieben am Donnerstag (12. M\u00e4rz) ohne konkretes Ergebnis. Die IG BCE wies ein Angebot der Arbeitgeber als \u201eProvokation\u201c zur\u00fcck. Die Gewerkschaft erh\u00f6ht jetzt den Druck und ruft ihre Mitglieder zu Gro\u00dfdemonstrationen auf. Die Verhandlungen f\u00fcr die rund 550.000 Besch\u00e4ftigten in 1.900 Betrieben werden am 26. und 27. M\u00e4rz in Stuttgart fortgesetzt. Ein Arbeitskampf ist nicht l\u00e4nger ausgeschlossen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hn317MinCJA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p class=\"Normal\"><span class=\"Normal__Char\">Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Fortschritte legten die Arbeitgeber ein Angebot auf den Tisch. Danach sollen die Entgelte nach zwei bis drei Leermonaten um 1,6 Prozent angehoben werden. Die Gesamtlaufzeit betr\u00e4gt nach Arbeitgebervorstellungen 15 Monate. Au\u00dferdem wollen die Arbeitgeber f\u00fcr das Jahr 2016 pro Besch\u00e4ftigten 200 Euro zus\u00e4tzlich in den<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>betrieblichen Demografiefonds einzahlen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Normal\"><span class=\"Normal__Char\">Die IG BCE fordert eine Anhebung der Entgelte um 4,8 Prozent. Au\u00dferdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag \u201eDemografie und Lebensarbeitszeit\u201c weiter entwickeln und den Demografiefonds ausbauen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Normal\">Peter\u00a0<span class=\"Normal__Char\">Hausmann<\/span>, Verhandlungsf\u00fchrer der IG BCE: \u201eDas Angebot ist eine Provokation. Die Arbeitgeber haben den Kontakt zur Realit\u00e4t verloren. Dieses Angebot ist ein Dokument der Ignoranz und der Arroganz. Die Branche verdient gutes Geld, die Konjunktur l\u00e4uft robust auf hohem Niveau. Von dieser Entwicklung wollen sie uns abkoppeln. 1,6 Prozent &#8211; das ist komplett neben der Spur. Das Gesamtvolumen passt hinten und vorne nicht. Zum Ausdruck kommt hier vor allem die Geringsch\u00e4tzung gegen\u00fcber den Besch\u00e4ftigten. Es bleibt dabei: Wir wollen einen angemessenen und fairen Anteil; wir wollen das, was uns zusteht. In Sachen Demografie haben sich die Arbeitgeber leicht bewegt. Das \u00e4ndert allerdings nichts daran, dass wir von einem Abschluss noch weit entfernt sind. In Stuttgart besteht die letzte M\u00f6glichkeit, in freien Verhandlungen doch noch zu einem Ergebnis zu kommen. Kommt es zu keinem Ergebnis, leiten wir das Schlichtungsverfahren ein. Auch ein Arbeitskampf ist dann nicht mehr ausgeschlossen.\u201c<\/p>\n<p class=\"Normal\"><span class=\"Normal__Char\">In den vergangenen zwei Wochen hat die IG BCE an \u00fcber 300 Chemie-Standorten ihre Forderungen deutlich gemacht. 60.000 Besch\u00e4ftigte beteiligten sich an den Aktionen. Nach der lokalen Welle erh\u00f6ht die Gewerkschaft jetzt den Druck. Vor der entscheidenden Verhandlung Ende M\u00e4rz zeigt die IG BCE Flagge: In Ludwigshafen, K\u00f6ln und vier weiteren St\u00e4dten finden Gro\u00dfdemonstrationen statt. N\u00e4here Informationen folgen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Chemie-Tarifverhandlungen blieben am Donnerstag (12. 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